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Notfallverordnung des Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland

Auszug aus der Notfallverordnung:

Notfallverordnung angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus[es] (13. März 2020)

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

aufgrund der verstärkten Ausbreitung von COVID-19 treffen Staat und Gesellschaft derzeit verschiedene Maßnahmen, um diese Verbreitung einzuschränken. Fachleute weisen darauf hin, dass die nächsten vier bis fünf Wochen entscheidend sind für die Verlangsamung der Ausbreitung. Ziel ist es, auf diese Weise eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Wie Sie den Medien sicherlich entnommen haben, wird seit einigen Tagen besonders auf die Verantwortung derer, die nicht zu den Risikogruppen gehören, für eben jene hingewiesen.

Die Synodalvertretung hat die aktuelle Situation intensiv beraten und dabei auch die Ausführungen eines Virologen berücksichtigt. Dieser verwies auf die besonderen Risiken, die unsere Veranstaltungen in sich tragen: Sie finden oft in eher kleinen Räumen statt, und die Menschen kommen aus einem relativ großen Gebiet zusammen, was bedeutet, dass im Falle einer Ansteckung das Infektionsgeschehen nicht ein lokales bleibt. Außerdem hat sich die Synodalvertretung an den Maßnahmen anderer Kirchen orientiert.

Die Synodalvertretung hat im Bewusstsein, dass wir auch als kleine Gemeinschaft unseren Beitrag leisten müssen und wollen, und in der Verantwortung für die Menschen, mit denen wir es zu tun haben, die folgende Notfallverordnung erlassen:

1. Ab sofort werden alle öffentlichen Gottesdienste bis auf weiteres eingestellt.

[…]

Diese Verordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Die Dauer dieser Verordnung orientiert sich an der Dauer der Schulschließungen in Deutschland. Aus heutiger Sicht wird diese Verordnung voraussichtlich auch die Kar- und Ostertage einschließen.

Bischof und Synodalvertretung werden die Situation aufmerksam beobachten und bei Änderungen oder Beendigung dieser Verordnung zeitnah informieren.

Liebe Schwestern, liebe Brüder, wir alle in der Synodalvertretung sind uns bewusst, dass wir mit diesen Notfallmaßnahmen drastisch in das Leben unserer Kirche auf allen Ebenen eingreifen. Auf das Herzstück unseres Gemeindelebens, die Feier der sonntäglichen Eucharistie, und eventuell auf die Feier der Kar- und Ostertage zu verzichten, fällt nicht leicht. Doch die derzeitige Situation erfordert – auch aus Solidarität mit der Gesellschaft und den besonders gefährdeten Menschen – diese Maßnahmen. Wir sagen oft, dass wir im Gebet verbunden sind.

In den nächsten Wochen wird dies die Form sein, in der wir unser Kirchesein leben können.

In der Hoffnung, dass sich diese Situation baldmöglichst verbessert und dass Sie gesund bleiben, grüßt Sie im Gebet verbunden, stellvertretend für die ganze Synodalvertretung,

Ihr

Bischof Matthias